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Aufbau eines Insolvenzplans

Schwerpunkt: Insolvenzplan
Wie offenbar in der juristischen Welt üblich, gestaltet sich der Aufbau eines Insolvenzplans als äußerst zwiespältig. Auf der einen Seite sind die formalen Anforderungen an die Erstellung eines Plans eher gering. Dahingegen sind die fachlichen Voraussetzungen, die der Planersteller zu erfüllen hat, umso höher. Nichtsdestotrotz stellt die Insolvenzplanerstellung in keinem Fall ein Buch mit sieben Siegeln dar. Man muss sich nur mit dem Thema auseinandersetzen. Haben Sie dann noch planerfahrene Berater zur Seite, kann das Vorhaben nur gelingen...

Der Insolvenzplan besteht grundsätzlich aus zwei Teilen, dem darstellenden und dem gestaltenden Teil. Optional kann es dazu noch einen Anlagenteil geben.

darstellender Teil

In dem darstellenden Teil wird zunächst die Ist-Situation des Unternehmens aufgezeigt. Das heißt, dass ein tatsächliches Bild von der wirtschaftlichen Lage (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage) des Unternehmens gezeichnet werden soll.
Daneben wird beschrieben, welche Maßnahmen seit der Verfahrenseröffnung bereits getroffen worden sind (Entlassungen, Stilllegungen, etc.) und was für ein Verfahrensweg gewählt wird (Insolvenzplan, übertragende Sanierung oder Liquidation). Wichtig dabei ist, dass genaue Angaben dazu gemacht werden, wie die Verfahrensziele zu erreichen sind (Wie wird der Erlös verteilt? Woher erhält man einen Investor für die übertragende Sanierung? Woher bekommt man die nötigen finanziellen Mittel zur Durchführung des Insolvenzplans? etc.)
Ein entscheidender Punkt des darstellenden Teils ist die Aufstellung einer Vergleichsrechnung. Hiermit wird den Gläubigern anhand von plausiblen Beispielrechnungen deutlich gezeigt, was sie bei einer einfachen Liquidation des Unternehmens für eine Quote zu erwarten haben und wie hoch die Quote voraussichtlich bei einer Weiterführung des Betriebs sein wird.
Dann werden noch Analysen des Marktes und Konkurrenzanalysen beigefügt und es wird erörtert, mit welchen Sanierungsmaßnahmen die Krise beseitigt werden soll (inklusive Planbilanzen). 

verschiedene Verfahrenswege

Es ist leider so, dass der Insolvenzplan nicht unbedingt die Sanierung des Unternehmens vorsehen muss. Es können auch die Liquidation oder eine übertragende Sanierung vereinbart werden!
Wobei die Sanierung natürlich das optimal zu erreichende Ziel eines Insolvenzplans darstellen sollte. Aber die Umsetzung dessen liegt natürlich in Ihrer Hand als Unternehmer und daran was für Sie am Besten ist und was das Unternehmen noch zu leisten imstande ist. Sofern Sie es sind, der den Insolvenzplan vorlegt, haben Sie auch die Möglichkeit zu entscheiden, wie es mit Ihrem Unternehmen weitergeht. Nutzen Sie diese Chance!

gestaltender Teil

Der gestaltende Teil des Insolvenzplans betrifft Änderungen in der Rechtsstellung der absonderungsberechtigten Gläubiger, der Insolvenzgläubiger sowie des Schuldners. Es kann also nicht eingegriffen werden in die Rechte der aussonderungsberechtigten Gläubiger, der Massegläubiger, der Gesellschafter und von Dritten.
Falls diese Gruppen sich an der Sanierung des Unternehmens beteiligen, muss dies freiwillig geschehen.
Inhaltlich gibt es keinerlei gesetzliche Beschränkungen. Sie können also alles vereinbaren, was für die Sanierung Ihres Unternehmens erforderlich ist (Stundung, Ratenzahlung, teilweiser Forderungsverzicht, etc.). Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass die Vereinbarungen so gewählt sind, dass die Gläubiger diese auch annehmen werden. Denn sonst hat der beste Insolvenzplan keine Chance!

Empfehlung

Wie überall im Recht, gibt es auch bei der Insolvenzplanerstellung diverse Falltüren und Stolpersteine, die zu umgehen einem Laien mehr als schwer fallen dürfte. Deshalb sollten die hier vorgenommen Erläuterungen lediglich als Richtschnur gesehen werden, um einen ersten Eindruck vom Aufbau eines Insolvenzplans zu erhalten. Versuchen Sie also keinesfalls einen Insolvenzplan ohne die Hilfe eines sachkundigen Insolvenzverwalters oder Sanierungsberaters auf die Beine zu stellen! Es gibt dabei viel zu viele Winkelzüge, die hier nicht alle behandelt werden können und die Sie die Annahme Ihres Plans kosten könnten! 


(Quelle: Haarmeyer H., Guter Rat bei Insolvenz – Problemlösungen für Schuldner und Gläubiger, München 2004, S. 226-257 und Seidl A., Voss T., Die zweite Chance – So retten Sie Ihr Unternehmen mit dem Insolvenzplanverfahren, Frankfurt/Main 2006, S. 117-154)



 


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